{"id":1017,"date":"2012-11-22T17:00:00","date_gmt":"2012-11-22T15:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.meier-gerdingh.de\/spd-oberhausen\/wp\/?p=1017"},"modified":"2017-05-17T16:52:48","modified_gmt":"2017-05-17T14:52:48","slug":"eine-schule-fuer-behinderte-und-nicht-behinderte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meier-gerdingh.de\/wp-spd-ob\/2012\/11\/22\/eine-schule-fuer-behinderte-und-nicht-behinderte\/","title":{"rendered":"Eine Schule f\u00fcr Behinderte und Nicht-Behinderte"},"content":{"rendered":"<div style=\"width: 210px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/meier-gerdingh.de\/wp-spd-ob\/wp-content\/uploads\/veranstaltung_inklusion_2012.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"size-full\" src=\"http:\/\/meier-gerdingh.de\/wp-spd-ob\/wp-content\/uploads\/veranstaltung_inklusion_2012.jpg\" alt=\"Wolfgang Gro\u00dfe Br\u00f6mer und Stefan Zimkeit informierten \u00fcber das Thema Inklusion\" width=\"200\" height=\"157\" \/><\/a><p class=\"wp-caption-text\">Wolfgang Gro\u00dfe Br\u00f6mer und Stefan Zimkeit informierten \u00fcber das Thema Inklusion<\/p><\/div>\n<p>&#8222;Wir wollen, dass behinderte und nicht-behinderte Kinder gemeinsam unterrichtet werden&#8220;, sagte der Landtagsabgeordnete Stefan Zimkeit auf einer Informationsveranstaltung im Gemeindehaus Schmachtendorf. Eltern, Lehrer, Verb\u00e4nde und Schultr\u00e4ger aus Dinslaken und Oberhausen sowie angrenzenden St\u00e4dten waren gekommen, um \u00fcber die anstehende \u00c4nderung des Schulgesetzes zu diskutieren. &#8222;Mit der UN-Behindertenrechtskonvention haben wir uns verpflichtet, f\u00fcr inklusive Schulen f\u00fcr alle Kinder zu sorgen&#8220;, sagte Zimkeit zu den Teilnehmern, die bereits im M\u00e4rz das erste Mal \u00fcber die Vorhaben informiert wurden.<!--more--><\/p>\n<p>6,5 Prozent aller Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler in NRW haben einen besonderen F\u00f6rderbedarf, sagte Wolfgang Gro\u00dfe Br\u00f6mer, Vorsitzender des Landtags-Schulausschusses. Der gr\u00f6\u00dfte Teil dieser Kinder werde bisher an F\u00f6rderschulen unterrichtet. &#8222;Es geht um eine schrittweise Entwicklung&#8220;, unterstrich Gro\u00dfe Br\u00f6mer.<\/p>\n<p>&#8222;Es wird keine der sieben spezialisierten F\u00f6rderschulformen grunds\u00e4tzlich abgeschafft. Ein Sch\u00fcleranteil von 70 Prozent sind die Zielvorgabe bei der Inklusion von Lern- und Entwicklungsst\u00f6rungen, 50 Prozent bei den anderen F\u00f6rderschwerpunkten&#8220;, beschrieb der Oberhausener Landtagsabgeordnete die langfristige Perspektive. &#8222;Inklusion ist Teil des Bildungs- und Erziehungsauftrags jeder Schule.&#8220; Priorit\u00e4t habe die allgemeinbildende Schule, F\u00f6rderschulen seien zuk\u00fcnftig die Ausnahme.<\/p>\n<p>In der Diskussion wurde es von vielen sehr kritisch gesehen, dass k\u00fcnftig nicht die Schule den Antrag auf Feststellung des sonderp\u00e4dagogischen F\u00f6rderbedarfs stellt, sondern die Eltern zust\u00e4ndig sind. &#8222;Die Schule kann einen Antrag nur in besonderen Ausnahmef\u00e4llen stellen&#8220;, erl\u00e4utert Gro\u00dfe Br\u00f6mer, beispielsweise wenn Schule nicht mehr allein helfen k\u00f6nne, sondern die Jugendhilfe eingeschaltet werden muss.<\/p>\n<p>Kern der Reform sei, dass den Kindern mit F\u00f6rderbedarf nicht mehr die zu besuchende Schule vorgeschrieben wird. Die Schulaufsicht ist in der Pflicht, mehrere Alternativen vorzuschlagen, &#8222;darunter muss auch eine allgemeinbildende Schule sein&#8220;, betont der SPD-Schulexperte. &#8222;Ganz wichtig: alle Schulformen sind beteiligt.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Es wird eine Gratwanderung zwischen dem Rechtsanspruch auf inklusive Bildung und den Schwierigkeiten, die sich aus der konkreten Umsetzung ergeben&#8220;, sagte Gro\u00dfe Br\u00f6mer in der kontrovers gef\u00fchrten Diskussion. &#8222;Zusammen lernen bedeutet zusammen wachsen.&#8220;<\/p>\n<p>Vertreter mehrere Schulen und der Personalr\u00e4te forderten, dass die Inklusion mit mehr Ressourcen ausgestattet werde. Zimkeit und Gro\u00dfe Br\u00f6mer versprachen, dass die Einsparungen, die durch zur\u00fcckgehende Sch\u00fclerzahlen entstehen, in den n\u00e4chsten Jahren zum gr\u00f6\u00dften Teil in die Inklusion investiert werden. Die beiden Abgeordneten teilten die Sorge, dass an den Hochschulen zu wenige Sonderp\u00e4dagogen ausgebildet werden. &#8222;Hier muss sich etwas \u00e4ndern&#8220;, k\u00fcndigte Zimkeit Initiativen an, um den Universit\u00e4ten mehr Ausbildungsanstrengungen abzuverlangen.<\/p>\n<p>Wolfgang Gro\u00dfe Br\u00f6mer und Stefan Zimkeit bedankten sich f\u00fcr die vielen Beitr\u00e4ge, die hilfreich f\u00fcr die k\u00fcnftige Diskussion seien. Gro\u00dfe Br\u00f6mer bewertete insbesondere die kritischen Hinweise aus den Sprachheilschulen f\u00fcr besonders wichtig, die bereits heute einen wichtigen Inklusionsbeitrag liefern.<\/p>\n<p>Einen genauen Zeitplan f\u00fcr die Beratungen \u00fcber das bislang als Referentenentwurf vorliegende Gesetz konnte Gro\u00dfe Br\u00f6mer nicht nennen, da sich Kommunen und Land noch nicht \u00fcber die Finanzierungszust\u00e4ndigkeiten geeinigt haben. Das sei eine Chance, die Diskussion fortzusetzen und eine gr\u00fcndliche Vorbereitung zu gew\u00e4hrleisten. Er k\u00fcndigte an, die Schulen und Verb\u00e4nde auf dem Laufenden zu halten und auf einer weiteren Veranstaltung \u00fcber Details zu informieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Wir wollen, dass behinderte und nicht-behinderte Kinder gemeinsam unterrichtet werden&#8220;, sagte der Landtagsabgeordnete Stefan Zimkeit auf einer Informationsveranstaltung im Gemeindehaus Schmachtendorf. 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