{"id":13603,"date":"2026-05-07T09:21:56","date_gmt":"2026-05-07T07:21:56","guid":{"rendered":"https:\/\/meier-gerdingh.de\/wp-spd-ob\/?p=13603"},"modified":"2026-05-07T09:21:56","modified_gmt":"2026-05-07T07:21:56","slug":"nrw-muss-gesundheitsversorgung-im-quartier-staerken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meier-gerdingh.de\/wp-spd-ob\/2026\/05\/07\/nrw-muss-gesundheitsversorgung-im-quartier-staerken\/","title":{"rendered":"NRW muss Gesundheitsversorgung im Quartier st\u00e4rken"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/meier-gerdingh.de\/wp-spd-ob\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/banner-diese-woche-im-landtag-01.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-10267\" src=\"https:\/\/meier-gerdingh.de\/wp-spd-ob\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/banner-diese-woche-im-landtag-01.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"258\" srcset=\"https:\/\/meier-gerdingh.de\/wp-spd-ob\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/banner-diese-woche-im-landtag-01.jpg 700w, https:\/\/meier-gerdingh.de\/wp-spd-ob\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/banner-diese-woche-im-landtag-01-300x111.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/a><\/p>\n<div id=\"attachment_7690\" style=\"width: 170px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/meier-gerdingh.de\/wp-spd-ob\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/bongers-sonja-2020-lg.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-7690\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-7690\" src=\"https:\/\/meier-gerdingh.de\/wp-spd-ob\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/bongers-sonja-2020.jpg\" alt=\"\" width=\"160\" height=\"200\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-7690\" class=\"wp-caption-text\">Sonja Bongers ist Erste B\u00fcrgermeisterin der Stadt Oberhausen und Mitglied des Landtags von Nordrhein-Westfalen<\/p><\/div>\n<p>Eine leistungsf\u00e4hige und gerechte Gesundheitsversorgung im Quartier ist eine zentrale Voraussetzung f\u00fcr soziale Teilhabe, Selbstbestimmung und ein gutes Leben f\u00fcr Menschen jeden Alters. Nordrhein-Westfalen steht dabei vor tiefgreifenden demografischen, sozialen und strukturellen Herausforderungen, die sich auf kommunaler Ebene stark zuspitzen werden.<\/p>\n<p>Der aktuelle Wohnungsmarktbericht 2025 der NRW.Bank zeigt deutlich: Der Wohnungsbestand in NRW ist auf das Altern der Gesellschaft bislang nur unzureichend vorbereitet. Der Anteil barrierefreier und rollstuhlgerechter Wohnungen ist weiterhin viel zu gering, w\u00e4hrend die Nachfrage massiv steigt. Der Bericht gibt an, dass bis 2050 40 Prozent mehr Personen im Alter \u00fcber 80 in NRW leben, w\u00e4hrend es gleichzeitig kaum barrierefreie Wohnungen gibt.<!--more--><\/p>\n<p>In den letzten zehn Jahren wurden nur 62.000 Wohnungen barrierefrei gebaut, rollstuhlgerecht davon nur 1.000. Die Folge: Bereits heute sind viele Menschen mit Mobilit\u00e4ts- oder Sinneseinschr\u00e4nkungen gezwungen, in nicht barrierefreien Wohnungen zu verbleiben, was Pflegebedarfe versch\u00e4rft, St\u00fcrze beg\u00fcnstigt und zu verfr\u00fchten Heimaufnahmen f\u00fchrt.<\/p>\n<p>Gleichzeitig versch\u00e4rfen steigende Mieten, ein angespannter Wohnungsmarkt und der Mangel an quartiersnahen Unterst\u00fctzungsstrukturen die soziale Spaltung. Eine bedarfsgerechte Gesundheits- und Pflegeversorgung beginnt deshalb nicht erst in der Arztpraxis, sie beginnt im Wohn- und Quartierumfeld der Menschen.<\/p>\n<p>Parallel dazu nimmt Einsamkeit als ernstzunehmendes gesundheitliches Risiko deutlich zu. Sie betrifft nicht nur hochaltrige Menschen, sondern auch Alleinerziehende, Menschen mit chronischen Erkrankungen, pflegende Angeh\u00f6rige und zunehmend auch j\u00fcngere Menschen. Einsamkeit erh\u00f6ht nachweislich das Risiko f\u00fcr seelische Erkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Pflegebed\u00fcrftigkeit. Pr\u00e4vention und soziale Teilhabe m\u00fcssen deshalb als feste Bestandteile der Gesundheitsversorgung im Quartier verstanden werden.<\/p>\n<p>Es m\u00fcssen Voraussetzungen in den Quartieren geschaffen werden, die mehr Begegnungsorte f\u00fcr Menschen jeden Alters schaffen. Treffpunkte, f\u00fcr die Nachbarschaft oder kulturelle Angebote sind kleine Bausteine, die dabei helfen k\u00f6nnen, dass Menschen sich weniger einsam f\u00fchlen k\u00f6nnen. Zugleich ger\u00e4t die ambulante medizinische Versorgung zunehmend unter Druck. In vielen Regionen NRWs droht eine Unterversorgung durch Haus\u00e4rztinnen und Haus\u00e4rzte sowie durch Fach\u00e4rztinnen und Fach\u00e4rzte.<\/p>\n<p>Zuletzt mussten gesetzlich versicherte Patientinnen und Patienten in NRW durchschnittlich 42 Tage auf einen Facharzttermin warten &#8211; in speziellen F\u00e4llen ist die Wartezeit sogar noch deutlich h\u00f6her. Ein Zustand, der weder der Gesundheit des Patienten noch dem Vertrauen in das Gesundheitssystem nutzt.<\/p>\n<p>Die Altersstruktur der \u00c4rzteschaft versch\u00e4rft dieses Problem weiter. Viele Praxen finden keine Nachfolgerinnen oder Nachfolger; Neugr\u00fcndungen bleiben aus, insbesondere dort, wo wirtschaftliche Risiken hoch und strukturelle Unterst\u00fctzung gering sind. Lange Wege, lange Wartezeiten und eine fragmentierte Versorgung sind die Folge.<\/p>\n<p>Ein wissenschaftliches Gutachten des Landtags NRW kommt zu dem Ergebnis, dass eine st\u00e4rkere gemeinwohlorientierte oder durch die Kommunen gesteuerte F\u00f6rderung von Medizinischen Versorgungszentren durch das Land NRW geboten und m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p>Vor diesem Hintergrund ist es notwendig, die F\u00f6rderrichtlinie des Ministeriums f\u00fcr Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) so anzupassen, dass k\u00fcnftig ausschlie\u00dflich Kommunen oder gemeinn\u00fctzige Tr\u00e4ger eine F\u00f6rderung f\u00fcr MVZ in Regionen mit drohender oder bestehender Unterversorgung erhalten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine leistungsf\u00e4hige und gerechte Gesundheitsversorgung im Quartier ist eine zentrale Voraussetzung f\u00fcr soziale Teilhabe, Selbstbestimmung und ein gutes Leben f\u00fcr Menschen jeden Alters. 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