{"id":751,"date":"2010-02-22T17:00:00","date_gmt":"2010-02-22T15:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.meier-gerdingh.de\/spd-oberhausen\/wp\/?p=751"},"modified":"2017-05-16T17:13:42","modified_gmt":"2017-05-16T15:13:42","slug":"grosse-broemer-und-zimkeit-testen-kibiz-in-der-praxis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meier-gerdingh.de\/wp-spd-ob\/2010\/02\/22\/grosse-broemer-und-zimkeit-testen-kibiz-in-der-praxis\/","title":{"rendered":"Gro\u00dfe Br\u00f6mer und Zimkeit testen &#8222;KiBiz&#8220; in der Praxis"},"content":{"rendered":"<div style=\"width: 210px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/meier-gerdingh.de\/wp-spd-ob\/wp-content\/uploads\/veranstaltung_kibiz_emek.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"size-full\" src=\"http:\/\/meier-gerdingh.de\/wp-spd-ob\/wp-content\/uploads\/veranstaltung_kibiz_emek.jpg\" alt=\"Sammelten Eindr\u00fccke aus erster Hand von der Arbeit in einer Kindertageseinrichtung: Wolfgang Gro\u00dfe Br\u00f6mer und Stefan Zimkeit\" width=\"200\" height=\"129\" \/><\/a><p class=\"wp-caption-text\">Sammelten Eindr\u00fccke aus erster Hand von der Arbeit in einer Kindertageseinrichtung: Wolfgang Gro\u00dfe Br\u00f6mer und Stefan Zimkeit<\/p><\/div>\n<p>Wie hat sich das vor rund eineinhalb Jahren von der schwarz-gelben Landesregierung beschlossene Kinderbildungsgesetz (&#8222;KiBiz&#8220;) auf die Arbeit in den Kindertageseinrichtungen ausgewirkt? Dieser Frage gehen Politiker normalerweise mit Expertisen und Gutachten auf den Grund. Wolfgang Gro\u00dfe Br\u00f6mer und Stefan Zimkeit wollten Eindr\u00fccke aus erster Hand und absolvierten am Freitag ein Schnupperpraktikum im internationalen Kindergarten &#8222;Emek&#8220; in Osterfeld.<!--more--><\/p>\n<p>Das Motto ihres ungew\u00f6hnlichen Einsatzes lautete &#8222;Initative TatKraft&#8220;. Unter dieser Losung schickt die NRWSPD Parteichefin Hannelore Kraft und die 130 Landtagskandidatinnen und -kandidaten in Krankenh\u00e4user, Forschungsbetriebe oder Altenheime &#8211; nicht zum H\u00f6flichkeitsbesuch, sondern zum Anpacken. Bei der gemeinsamen Arbeit, so die Idee dahinter, bekommt man die Lebenswirklichkeit der Kollegen auf Zeit hautnah zu sp\u00fcren.<\/p>\n<p>Wolfgang Gro\u00dfe Br\u00f6mer, SPD-Landtagsabgeordneter f\u00fcr Alt-Oberhausen und Osterfeld, und Stefan Zimkeit, Landtagskandidat der SPD f\u00fcr Dinslaken und Sterkrade, entschieden sich f\u00fcr ein Praktikum in der Kindertageseinrichtung &#8222;Emek&#8220;. &#8222;Als die Landesregierung das Kinderbildungsgesetz gegen alle Widerst\u00e4nde durchgedr\u00fcckt hat, hatten wir eine riesige Diskussion \u00fcber die m\u00f6glichen Folgen&#8220;, begr\u00fcndet Zimkeit ihre Wahl. &#8222;Jetzt liegen die Fakten auf dem Tisch und wir wollen nachhaken.&#8220; Schlie\u00dflich m\u00fcssten auch die Erzieherinnen in den Kitas jeden Tag mit den Folgen des &#8222;KiBiz&#8220; umgehen.<\/p>\n<p>Einen Vormittag durften die ambitionierten Praktikanten dem Emek-Team \u00fcber die Schulter schauen und &#8211; wo immer m\u00f6glich &#8211; mit anpacken. Ob Sprachf\u00f6rderung, Basteln oder gemeinsames Mittagessen &#8211; der Arbeitsalltag in der KTE ist vielf\u00e4ltig und anspruchsvoll. Gro\u00dfe Br\u00f6mer und Zimkeit waren vom Aufgabenspektrum ihrer professionellen Kolleginnen beeindruckt: &#8222;Wir waren erstaunt, wieviele Aufgaben die Erzieherinnen bew\u00e4ltigen m\u00fcssen, die mit der eigentlichen Betreuung der Kinder im Grunde nichts zu tun haben.&#8220;<\/p>\n<p>Die Arbeitsbelastung in den KTE\u00b4s besch\u00e4ftigte dann auch die Diskussionsrunde, zu der Gro\u00dfe Br\u00f6mer und Zimkeit im Anschluss an ihren Praktikumseinsatz eingeladen hatten. Erzieherinnnen und Erzieher von Kindertageseinrichtungen berichteten \u00fcber ihre Erfahrungen mit dem umstrittenen Kinderbildungsgesetz. Ein zentraler Kritikpunkt wurde von den Teilnehmern dabei immer wieder genannt: Das p\u00e4dagogische Personal k\u00f6nne seinen Bildungsauftrag kaum noch erf\u00fcllen, weil die organisatorischen Aufgaben im Hintergrund stetig zun\u00e4hmen. Zwischen Schneer\u00e4umen und Schriftverkehr bleibe immer zu wenig Zeit f\u00fcr die Arbeit mit den Kindern. Nicht das p\u00e4dagogisch Sinnvolle, sondern &#8222;die volle Windel bestimmt den Arbeitsalltag&#8220;, brachte es eine Teilnehmerin auf den Punkt.<\/p>\n<p>Auch angesichts immer neuer Aufgaben, wie Sprachf\u00f6rderung und U3-Betreuung, habe das &#8222;KiBiz&#8220; nicht die versprochene Entlastung gebracht. Weder die Ausstattung mit Personal noch die r\u00e4umlichen Voraussetzungen h\u00e4tten sich entscheidend verbessert. Dass darunter auch die Eltern zu leiden h\u00e4tten, berichtete Andreas Blanke, Vorsitzender des Landeselternrates: &#8222;Entgegen der Ank\u00fcndigung der Landesregierung k\u00f6nnen nur die wenigsten KTE\u00b4s wirklich flexible \u00d6ffnungszeiten anbieten. F\u00fcr berufst\u00e4tige M\u00fctter und V\u00e4ter, gerade im Schichtdienst, hat sich die Betreuungssituation mit dem Kinderbildungsgesetz im Grunde kaum verbessert.&#8220;<\/p>\n<p>Demgegen\u00fcber h\u00e4tten sich die finanziellen Auswirkungen des &#8222;KiBiz&#8220; genau so entwickelt wie bef\u00fcrchtet, erg\u00e4nzte Stefan Zimkeit. Gerade f\u00fcr St\u00e4dte wie Oberhausen und Dinslaken seien die Folgen gravierend. Das mit dem Kinderbildungsgesetz eingef\u00fchrte Finanzierungssytem n\u00e4mlich sei &#8222;blind gegen\u00fcber den erzieherischen Herausforderungen, die wir in einigen Stadtteilen haben.&#8220; Es mache keinen Unterschied zwischen einem Kindergarten in D\u00fcsseldorf-Kaiserswerth oder auf dem Tackenberg in Osterfeld. &#8222;Das &#8220;KiBiz&#8220; tr\u00e4gt zweifellos dazu bei, die soziale Ungerechtigkeit im Land und das Gef\u00e4lle zwischen reichen und finanzschwachen Kommunen weiter zu versch\u00e4rfen,&#8220; best\u00e4tigte auch Gro\u00dfe Br\u00f6mer.<\/p>\n<p>&#8222;Auch ein neue, SPD-gef\u00fchrte Landesregierung wird nicht alle Probleme bei der Kinderbetreuung im Handstreich l\u00f6sen k\u00f6nnen&#8220;, gab Zimkeit abschlie\u00dfend zu bedenken. &#8222;Aber wir verschlie\u00dfen nicht die Augen vor den Problemen vor Ort und wollen sie nach der Wahl konsequent mit einem Stufenplan angehen.&#8220; Die Praktikumserfahrungen w\u00fcrden dabei ganz sicher mit einflie\u00dfen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie hat sich das vor rund eineinhalb Jahren von der schwarz-gelben Landesregierung beschlossene Kinderbildungsgesetz (&#8222;KiBiz&#8220;) auf die Arbeit in den Kindertageseinrichtungen ausgewirkt? 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