
„Die neue Stadtbibliothek Sterkrade ist ein vorbildliches Projekt, aber bei aller Freude über die moderne Stadtbibliothek Sterkrade darf ein Büchereistandort nicht gegen einen anderen Standort ausgespielt werden!“ machte der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins, Karl-Heinz Müller deutlich. Auch ohne Personal aus Schmachtendorf werde die Stadtbibliothek in Sterkrade ohne Zweifel ein tolles und erfolgreiches Projekt sein, zumal im Rahmen der Planung der Stadtbibliothek Sterkrade niemals die Rede von einem Personalbedarf aus Schmachtendorf gewesen sei.
„Die Stadtteilbücherei Schmachtendorf ist ein wichtiger Bestandteil von Schmachtendorf und ihre Lage ist mit der Anbindung an die Heinrich Böll Gesamtschule optimal. Überhaupt sollte der Zugang zu Büchern nicht durch eine Büchereischließung erschwert, sondern optimiert und verbessert werden“, so der Bezirksbürgermeister von Sterkrade, Ulrich Real. Ein seitens der Verwaltung angedachter Bücherautomat könne weder die Auswahl noch die fachliche Beratung in einer echten Bücherei ersetzen. Die zuletzt in Schmachtendorf rückläufigen Zahlen im Rahmen der Bücherausleihe sind keineswegs ein Indiz für einen mangelnden Bedarf im Dorf.
„Die rückläufigen Zahlen sind das Ergebnis der nicht optimal gelegenen Öffnungszeiten und der teilweise tagelang erfolgten Schließung der Stadtteilbücherei Schmachtendorf, wenn es zu Krankheitsfällen beim Personal gekommen war. In einer geschlossenen Bücherei können nun mal keine Bücher ausgeliehen werden.“ so das Schmachtendorfer Ratsmitglied Stefan Scheffler. Der Standort Schmachtendorf müsse künftig durch eine Optimierung und Verlässlichkeit bei den Öffnungszeiten gestärkt und nicht abgeschafft werden.

