
NRW sei im freien Fall. Insolvenzen und Stellenabbau sowohl im Mittelstand als auch bei Konzernen setzten der NRW-Wirtschaft zu, so Bongers. Betroffen von diesen Entwicklungen sei die komplette Gesellschaft.
„An jedem Arbeitsplatz, der wegfällt, hängen anderen aus Zulieferbereichen. Städte, die vielleicht nicht betroffen sind, haben dennoch Bürgerinnen und Bürger, die als Pendler von ihrem Jobverlust in der Nachbarstadt betroffen sind, so Bongers weiter. All das wirke sich aus und schade dem gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Kein Entgegensteuern durch die Landesregierung
Derzeit reiht sich eine Insolvenzanmeldung an weitere Hiobsbotschaften aus der nordrhein-westfälischen Wirtschaft ein: Ob Miele, Coca-Cola, Thyssenkrupp Steel oder Ford – viele Unternehmen planen aktuell Stellenstreichungen in Nordrhein-Westfalen.
46 Prozent der Unternehmen wollen ihre Investitionen auf einem gleichbleibenden Niveau halten, während ein knappes Drittel (32 Prozent) sogar von einer Reduzierung der Investitionen in Nordrhein-Westfalen sprechen.
Nur noch jedes zehnte nordrhein-westfälische Industrieunternehmen berichtet von guten Geschäften. Ein historischer Tiefstand. Der Anteil der Betriebe mit einer schlechten Geschäftslage bleibt mit 38 Prozent hoch und auf ähnlichem Niveau wie im Frühjahr 2024 (40 Prozent).
„Seit Schwarz-Grün regiert, geht es mit der nordrhein-westfälischen Wirtschaft bergab. Doch statt, einen zukunftsorientierten Plan vorzulegen, die Wirtschaft anzukurbeln und für eine nachhaltige Arbeitsplatzsicherung zu kämpfen, belässt es die Landesregierung jedoch bei Worthülsen und Betroffenheitserklärungen“ so Bongers.
